Das „Nachrichteninfo“   
unseres Fördervereins   
erscheint jährlich in drei bis vier Ausgaben. >>  

Aktuelles      (letzte Änderung: 01. Februar 2012)



Nachrichteninfo

Über aktuelle Entwicklungen im Förderverein und in der
Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen informiert in drei oder vier Ausgaben jährlich ein Nachrichteninfo. Es wird ausschließlich an Mitglieder des Fördervereins, Sponsoren sowie Freunde des Fördervereins und der Gedenkstätte versandt.

Nachstehend die PDF‑Version der neusten Ausgabe zum Download:

Nachrichteninfo_23_2011 (pdf, 1.500 kb)



Veranstaltungskalender

Vortrag und Diskussion:
Das Trauma der zweiten Generation ‑ Erfahrungen von Kindern politischer Häftlinge aus der DDR

14. Februar 2012, 18 Uhr
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED‑Diktatur,
Kronenstr. 5, 10117 Berlin

Schätzungsweise 300.000 Menschen waren in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR aus politischen Gründen in Haft. Für viele von ihnen war die Zeit der Gefangenschaft die schlimmste ihres Lebens.
Doch nicht nur für sie war die Haft traumatisierend. Auch ihre Kinder wurden auf vielfältige Weise in Mitleidenschaft gezogen. Oft wirken die seelischen Verletzungen bis in die zweite Generation. Wissenschaftler der Universität Leipzig haben erstmals untersucht, wie sich die Erfahrung politischer Verfolgung auf die Kinder der Inhaftierten ausgewirkt hat. Nach der Vorstellung ihrer Forschungsergebnisse diskutieren Experten und Betroffene über eine bisher kaum wahrgenommene Spätfolge der kommunistischen Diktatur ‑ das Trauma der zweiten Generation.

Anmeldung über Tel. 030 / 98 60 82-413, a.kockisch@stiftung-hsh.de.
Der Eintritt ist frei.



Vortrag und Gespräch in der American Academy:
Dictatorship and Information

16. Februar 2012, 19.00 Uhr
Hans Arnhold Center
Am Sandwerder 17‑19
14109 Berlin

Vortrag :
Axel Springer Lecture
Dictatorship and Information: Autocratic Regime
Resilience in Communist Europe and China

Der Vortrag setzt sich mit der Tendenz autokratischer Systeme, Informationen über ihre Bürger zu sammeln, auseinander. Zudem wird erläutert, in welchem Zusammenhang die „freiwillig“ beziehungsweise „unfreiwillig“ zusammengetragenen Informationen zur Stabilität eines Regimes stehen.


Gespräch:
Martin K. Dimitrov
Associate Professor of Political Science, Tulane University

Hubertus Knabe
Direktor der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen




(Bitte beachten Sie die Veranstaltungshinweise auf der Website der Gedenkstätte.)




Ausstellungshinweise

Ausstellung zum 50. Jahrestag des Mauerbaus:
„Im Tigerkäfig der Stasi“


                    
Bilder und Zeichnungen von Gino Kuhn, Mitglied des Fördervereins, zum Thema DDR‑Haft sowie Bau und Fall der Berliner Mauer.

Der Künstler schreibt zu seinen Werken: „Meine Bilder sollen ein Mahnmal sein ‑ von dauerhaft‑zeitlosem Rang ‑ und wiedergeben, welchen entwürdigenden Haftbedingungen und Demütigungen aller Art die politischen Gefangenen in der ehem. DDR‑Diktatur ausgeliefert waren. Für Freiheit und Demokratie mussten viele ihr Leben lassen. Das Erlebte soll in eine breite Öffentlichkeit gestellt werden. Auch wird an das Frauen‑Zuchthaus Hoheneck erinnert.
Mit der Ausstellung soll ein Beitrag zur Aufklärung geleistet werden. Mein Werk wendet sich vor allem an die Jugend. Als aktiver Zeitzeuge möchte ich der Jugend nahe bringen, dass Sie nicht in die Falle rechts‑ und linksextremer Ideologien tappen soll. Gleichzeitig soll die Präsentation zu gegenseitigem Respekt und Toleranz anregen sowie zur Versöhnung beitragen.“

Die Ausstellung wurde aus Alass des Jahrestages bereits präsentiert in Potsdam, Cottbus, Kiel und Hannover.




20. bis 22. November 2012
Hessischer Landtag
Schlossplatz 1-3
65183 Wiesbaden
Eröffnung durch den Landtagspräsidenten in WIESBADEN
am Mittwoch, dem 21. November 2012





Im Informationszentrum der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen informiert die Ausstellung „Inhaftiert in Hohenschönhausen, Zeugnisse politischer Verfolgung 1945‑1989“ über die Geschichte der ehemaligen Stasi‑Untersuchungshaftanstalt. Ausgestellt werden Gegenstände aus dem Gefängnisalltag in der DDR, aber auch seltene Zeugnisse des Widerstandes von politischen Häftlingen.

Die Foto‑Ausstellung „Zeit meines Lebens“ ist ständig in der Gedenkstätte zu sehen. Sie zeigt Porträts ehemaliger Häftlinge aus Berlin‑Hohenschönhausen, die heute in der Gedenkstätte Besuchergruppen führen.

Dauerhaft gezeigt wird auch die Ausstellung „Die Kinder von Hoheneck“, die sich mit dem Schicksal von Kindern beschäftigt, die im DDR‑Frauengefängnis Hoheneck geboren wurden.

Ab 2012 soll eine zentrale Dauerausstellung über den Haftort Hohenschönhausen und das System politischer Verfolgung in der DDR informieren. Zu diesem Zweck wird eine ehemalige Lagerhalle des DDR‑Staatssicherheitsdienstes zur Ausstellungsfläche umgebaut. Für Umbau und Gestaltung der Ausstellung zeichnet das renommierte Architektenbüro HG Merz verantwortlich. Seit 2009 arbeitete eine Projektgruppe an der Konzeption der Ausstellung und recherchierte nach Exponaten. Die Umbaukosten in Höhe von insgesamt 16 Mio. Euro tragen der Bund und das Land Berlin zu gleichen Teilen.
Am 11. August 2011 wurde mit dem Bau begonnen. Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz, Ingeborg Berggreen‑Merkel, Abteilungsleiterin beim Bundeskulturbeauftragten, und Gedenkstättendirektor Hubertus Knabe rissen symbolisch eine Mauer ein, um Platz für eine neue Dauerausstellung zu schaffen.
In der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen wird eine größere Ausstellungsfläche entstehen. Darüber hinaus werden ein modernes Besucherzentrum, neue Veranstaltungs‑ und Seminarräume, ein Buchladen und ein Café geschaffen.
Obwohl während der 14‑monatigen Bauzeit Teile der Gedenkstättenverwaltung ausgelagert werden müssen, wird der Besucherbetrieb möglichst unverändert weiter gehen. Im November 2012 ist dann die Eröffnung der Dauerausstellung geplant.
Bis zur Eröffnung steht für die Besucher ein provisorisches Informationszentrum zur Verfügung. Über 120 Exponate, Fotos und Dokumente veranschaulichen dort die Geschichte des Haftortes Hohenschönhausen.