Das „Nachrichteninfo“   
unseres Fördervereins   
erscheint vierteljährlich. >>  

Aktuelles      (letzte Änderung: 01. September 2010)



Nachrichteninfo

Über aktuelle Entwicklungen im Förderverein und in der
Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen informiert das in der Regel alle drei Monate erscheinende Nachrichteninfo. Es wird ausschließlich an Mitglieder des Fördervereins sowie an dem Förderverein und an der Gedenkstätte nahe stehende Personen und Organisationen versandt.

Nachstehend die PDF‑Versionen der neuesten Ausgaben zum Download:

Nachrichteninfo_19_2010 - Doppelausgabe (pdf, 691 kb)

Nachrichteninfo_18_2010 (pdf, 999 kb)




FV-Mitglied Volker Bouffier zum hessischen Ministerpräsidenten gewählt

Der Förderverein gratuliert seinem Mitglied Volker Bouffier herzlich zu dessen neuen Amt als Ministerpräsident Hessens. "Wir wünschen Volker Bouffier eine glückliche Hand und Gottes Segen", sagte der Vereinsvorsitzende Jörg Kürschner und fügte hinzu: "Bouffier engagiert sich seit Jahren für die Rechte ehemaliger politischer Häftlinge in der DDR".
Nach seinem ersten Besuch der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen im Februar 2006 entschloss sich der CDU‑Politiker spontan, dem Förderverein beizutreten. Seitdem hat der langjährige Innenminister steten Kontakt zur Gedenkstätte und zum Förderverein gehalten und beide auch mit Mitteln seines Hauses gefördert. Bereits wenige Monate nach dem ersten Besuch ließ sich Bouffier zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen das ehemalige Stasi‑Untersuchungsgefängnis zeigen. Und im vergangenen Jahr stellte Bouffier das viel beachtete, von der Gedenkstätte herausgegebene Buch „Die vergessenen Opfer der Mauer“ vor. Etwa 300 Gäste waren in die hessische Landesvertretung in Berlin gekommen und begeistert. Bouffier nannte die DDR einen Unrechtsstaat, sprach Klartext.



Förderverein berät Politik

Der brandenburgische Landtag hat den Journalisten Jörg Kürschner als Experten in die Enquetekommission zur Aufarbeitung der Nachwendezeit in Brandenburg berufen. Der 58‑Jährige ist Gründungsmitglied und seit November 2003 Vorsitzender des Fördervereins Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen.
Der Deutsche Bundestag hat seit dem 20. Mai 2010 ein neues Mitglied. Es ist unser Gründungs‑ und Vorstandsmitglied Holger Krestel. Der 54‑jährige Diplom‑Politologe wurde Mitglied der Bundestagsfraktion der FDP.

               



Förderverein verliert wichtigen Unterstützer: Fernsehjournalist Lothar Löwe verstorben
Am Montag, dem 23. August 2010, verstarb der bekannte Fernsehjournalist Lothar Löwe im Alter von 81 Jahren. Löwe war Jury‑Mitglied des Hohenschönhausen‑Preises 2008, den der Förderverein der Gedenkstätte erstmalig 2008 vergeben hatte.
Für seine jahrelange Unterstützung sind die Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen und der Förderverein Lothar Löwe auch nach seinem Tod verbunden.
Als erster ARD‑Korrespondent in der DDR berichtete er unter anderem über die Selbstverbrennung des thüringischen Pfarrers Oskar Brüsewitz. Nach einem Bericht über die Todesschüsse an der Mauer wurde er Weihnachten 1976 innerhalb weniger Stunden aus der DDR ausgewiesen. Außerdem war er Korrespondent in Moskau und Washington. In den achtziger Jahren war er unter anderem als Intendant des Sender Freies Berlin tätig.




Veranstaltungskalender

Open‑Air auf dem Alexanderplatz
Die Open‑Air‑Ausstellung „Friedliche Revolution 1989/90“ wird auf dem Alexanderplatz gezeigt.
In den Sommermonaten führen jeden Sonnabend um 13 Uhr Zeitzeugen durch die Ausstellung und geben aus ihrer Perspektive über die erlebte Geschichte Auskunft.
Die Ausstellung ist noch bis zum 3. Oktober 2010 täglich rund um die Uhr kostenlos zugänglich. Sie zeigt die Etappen einer gelungenen Revolution und schildert den Weg vom Mauerfall bis zur Wiedervereinigung. Sie umfasst 700 Bild‑ und Textdokumente sowie 70 Ausstellungsstücke. Zehn Medienstationen vermitteln einen authentischen Eindruck der damaligen Ereignisse.
Nächste Open‑Air‑Veranstaltungen:
Mittwoch, 29. September 2010 bis Sonntag, 3. Oktober 2010, Finnisage der Open‑Air‑Ausstellung
Veranstalter: Robert‑Havemann‑Gesellschaft
Ort: Berlin ‑ Alexanderplatz


Theater‑Uraufführung
AKTE ‑ R ‑ Ein deutsch‑deutscher Krimi
Der Autor, Regisseur und Schauspieler Mirko Böttcher erzählt in drei Teilen eine wahre Lebensgeschichte in eindringlichen Bildern und Dialogen. Das Theater Strahl ist für ihr Stück „Akte R“ mit dem Jugendmedienpreis „Das Rote Tuch 2009“ ausgezeichnet worden.
Theater Strahl Berlin, Probebühne im Kulturhaus Schöneberg, Kyffhäuser Straße 23, 10781 Berlin
Kartentelefon: 030 ‑ 695 99 222
strahl@theater‑strahl.de
nächste Vorstellungen:
Dienstag, 14. September bis Donnerstag, 16. September 2010,
Ort: Probebühne
Dienstag, 02. November bis Mittwoch, 03. November 2010,
Ort: Probebühne
Mittwoch, 17. November bis Donnerstag, 18. November 2010,
Ort: Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen
jeweils 11 Uhr und/oder 19.30 Uhr

Theater‑Uraufführung
Staats‑Sicherheiten, 15 Schicksale aus dem Gefängnis
Konzept von Lea Rosh und Renate Kreibich‑Fischer
Die Aufführung „Staats‑Sicherheiten“ erhielt als „beste Produktion 2008 in Berlin und Brandenburg“ den Friedrich‑Luft‑Preis der Berliner Morgenpost.
Neues Hans Otto Theater, Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam
Kartentelefon: 0331 ‑ 98 118
kasse@hansottotheater.de
nächste Vorstellung:
Sonntag, 03. Oktober 2010, 19.30 - 21.30 Uhr


Ausstellungshinweise

13. September bis 3. Oktober 2010
2000 inhaftierte Zeichnungen
Kunstprojekt von Gvoon alias Arthur Schmidt

Der Künstler Gvoon alias Arthur Schmidt verarbeitet in diesem komplett unkommerziellen Projekt das Trauma der eigenen Inhaftierung in der ehemaligen DDR.
Das Projekt versteht sich als vielschichtige künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Gefangenschaft und Erinnerung. Anlass für die Ausstellungsinstallationen und Performances sind zum einen der 20. Jahrestag der Schließung des Untersuchungsgefängnisses Berlin‑Hohenschönhausen und zum anderen die ganz persönliche Auseinandersetzung mit der Erinnerung des Künstlers mit dem Unrechtsstaat DDR. Der Künstler Gvoon alias Arthur Schmidt wurde vor 30 Jahren in der ehemaligen DDR wegen „Republikflucht“ inhaftiert.

Vernissage:
Epicentro art, Karl‑Marx‑Allee 82‑84, 10243 Berlin
10. September 2010, 18 bis 21 Uhr
Installation:
Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen, Genslerstr. 66, 13055 Berlin
13. September bis 3. Oktober 2010, täglich 9 bis 18 Uhr
Der Eintritt ist frei.




Im Informationszentrum der Gedenkstätte informiert die Ausstellung „Inhaftiert in Hohenschönhausen, Zeugnisse politischer Verfolgung 1945‑1989“ über die Geschichte der ehemaligen Stasi‑Untersuchungshaftanstalt. Ausgestellt werden Gegenstände aus dem Gefängnisalltag in der DDR, aber auch seltene Zeugnisse des Widerstandes von politischen Häftlingen.

Die Foto‑Ausstellung „Zeit meines Lebens“ ist ständig in der Gedenkstätte zu sehen. Sie zeigt Porträts ehemaliger Häftlinge aus Berlin‑Hohenschönhausen, die heute in der Gedenkstätte Besuchergruppen führen.

Dauerhaft gezeigt wird auch die Ausstellung „Die Kinder von Hoheneck“, die sich mit dem Schicksal von Kindern beschäftigt, die im DDR‑Frauengefängnis Hoheneck geboren wurden.

Ab 2012 soll eine zentrale Dauerausstellung über den Haftort Hohenschönhausen und das System politischer Verfolgung in der DDR informieren. Zu diesem Zweck wird eine ehemalige Lagerhalle zur Ausstellungsfläche umgebaut. Für Umbau und Gestaltung der Ausstellung zeichnet das renommierte Architektenbüro HG Merz verantwortlich. Seit 2009 arbeitet eine Projektgruppe an der Konzeption der Ausstellung und recherchiert nach Exponaten. Nach Erteilung der Baugenehmigung und Ausschreibung der Bauarbeiten soll im April 2011 mit dem Bau begonnen werden. Obwohl während der 14‑monatigen Bauzeit Teile der Gedenkstättenverwaltung ausgelagert werden müssen, soll der Besucherbetrieb möglichst unverändert weiter gehen. Im November 2012 ist dann die Eröffnung der Dauerausstellung geplant.
Bis zur Eröffnung steht für die Besucher ein provisorisches Informationszentrum zur Verfügung. Über 120 Exponate, Fotos und Dokumente veranschaulichen dort die Geschichte des Haftortes Hohenschönhausen.