Nachrichteninfo
Über aktuelle Entwicklungen im Förderverein
und in der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen informiert mehrmals jährlich ein Nachrichteninfo. Die Broschüre wird ausschließlich an Mitglieder des Fördervereins, Sponsoren sowie Freunde des Fördervereins und der Gedenkstätte versandt.
Nachstehend die PDF‑Version der neuen Ausgabe vom Mai 2013 zum Download:
Infotreffen 2013 ‑ zwanglos und informell ‑
für Mitglieder und Freunde des Fördervereins
Wir möchten an unsere Tradition anknüpfen und auch in diesem Jahr bei einem Infotreffen zwanglos und informell über die Arbeit des Fördervereins und der Gedenkstätte sprechen.
Zeitpunkt: Mittwoch, 12. Juni 2013
Beginn: 18.00 Uhr
Ort: Der Thüringer, Restaurant in der Vertretung des Freistaates Thüringen, Mohrenstraße 64, 10117 Berlin
(U-Bahn Mohrenstraße)
für Mitglieder und Freunde des Fördervereins
Wir möchten an unsere Tradition anknüpfen und auch in diesem Jahr bei einem Infotreffen zwanglos und informell über die Arbeit des Fördervereins und der Gedenkstätte sprechen.
Zeitpunkt: Mittwoch, 12. Juni 2013
Beginn: 18.00 Uhr
Ort: Der Thüringer, Restaurant in der Vertretung des Freistaates Thüringen, Mohrenstraße 64, 10117 Berlin
(U-Bahn Mohrenstraße)
NEU: MITGLIEDSCHAFT AUF PROBE
Der Vorstand des Fördervereins der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen hat am 27. März 2013 entschieden, Jugendlichen von 16 bis 26 Jahren eine zweijährige kostenlose Mitgliedschaft im Verein anzubieten.
Die Mitgliedschaft auf Probe können beantragen:
Jugendliche im Alter von 16 bis 26 Jahren, die dazu beitragen wollen, die Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen als zentralen Ort der Auseinandersetzung mit der kommunistischen Diktatur in Ostdeutschland und kulturelles Denkmal von gesamtstaatlicher Bedeutung aktiv zu fördern, aber nicht in der Lage sind, neben der ideellen auch eine materielle Förderung zu ermöglichen.
Die Mitgliedschaft auf Probe ist auf zwei Jahre begrenzt, um dem Bewerber in dieser Zeit die Gelegenheit zu geben, sich an der Umsetzung der Ziele des Fördervereins aktiv zu beteiligen. Die zweijährige Probezeit kann auf Antrag verkürzt werden.
Bitte informieren Sie in Ihrem Bekanntenkreis über die neue Möglichkeit einer kostenlosen Mitgliedschaft auf Probe im Förderverein und helfen Sie uns junge Mitglieder zu gewinnen!
Der Vorstand des Fördervereins der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen hat am 27. März 2013 entschieden, Jugendlichen von 16 bis 26 Jahren eine zweijährige kostenlose Mitgliedschaft im Verein anzubieten.
Die Mitgliedschaft auf Probe können beantragen:
Jugendliche im Alter von 16 bis 26 Jahren, die dazu beitragen wollen, die Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen als zentralen Ort der Auseinandersetzung mit der kommunistischen Diktatur in Ostdeutschland und kulturelles Denkmal von gesamtstaatlicher Bedeutung aktiv zu fördern, aber nicht in der Lage sind, neben der ideellen auch eine materielle Förderung zu ermöglichen.
Die Mitgliedschaft auf Probe ist auf zwei Jahre begrenzt, um dem Bewerber in dieser Zeit die Gelegenheit zu geben, sich an der Umsetzung der Ziele des Fördervereins aktiv zu beteiligen. Die zweijährige Probezeit kann auf Antrag verkürzt werden.
- Der Erwerb einer Mitgliedschaft auf Probe erfolgt nach schriftlicher Beantragung gegenüber einem Mitglied des Vorstands. Über die Mitgliedschaft auf Probe entscheidet der Vorstand.
- Mitglieder auf Probe erhalten die gleichen Vereinsleistungen wie jedes andere Fördervereinsmitglied, zahlen in der Probezeit keinen Mitgliedsbeitrag in Höhe von mindestens 50 Euro jährlich.
- Mitglieder auf Probe sind voll stimmberechtigt. Es ist nicht gestattet, während der Probezeit mit ihrer Vereinszugehörigkeit zu werben.
- Nach Ablauf der zwei Jahre entscheidet der Vorstand über die endgültige Mitgliedschaft. Es bedarf hierfür keines erneuten Aufnahmeantrages.
Bitte informieren Sie in Ihrem Bekanntenkreis über die neue Möglichkeit einer kostenlosen Mitgliedschaft auf Probe im Förderverein und helfen Sie uns junge Mitglieder zu gewinnen!
Aktuelle Auszeichnung für den Förderverein:
Preis für Demokratie und Zivilcourage 2013
Vera Lengsfeld und Mario Röllig nahmen den Preis stellvertretend von Lichtenbergs Bezirksbürgermeister
Andreas Geisel entgegen
Am 25. Januar 2013 zeichnete der Bezirk Lichtenberg den Förderverein der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen aus. Den Preis erhält der Förderverein für seine jahrelange unverzichtbare Unterstützung der Stasi‑Opfer Gedenkstätte.
Unsere Preisträger haben sich seit vielen Jahren beispielhaft um die Stärkung der Zivilgesellschaft und das demokratische Miteinander verdient gemacht und empfinden eine ausgeprägte Verantwortung für die Gegenwart und Zukunft. Dafür danke ich ihnen sehr herzlich., sagte Bezirksbürgermeister Andreas Geisel.
Der Förderverein begleitet seit seiner Gründung im Jahre 2003 intensiv die Arbeit der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen, u.a. die derzeit laufenden Umbau‑ und Erweiterungsarbeiten auf dem Areal.
Preis für Demokratie und Zivilcourage 2013
Vera Lengsfeld und Mario Röllig nahmen den Preis stellvertretend von Lichtenbergs Bezirksbürgermeister
Andreas Geisel entgegen
Am 25. Januar 2013 zeichnete der Bezirk Lichtenberg den Förderverein der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen aus. Den Preis erhält der Förderverein für seine jahrelange unverzichtbare Unterstützung der Stasi‑Opfer Gedenkstätte.
Unsere Preisträger haben sich seit vielen Jahren beispielhaft um die Stärkung der Zivilgesellschaft und das demokratische Miteinander verdient gemacht und empfinden eine ausgeprägte Verantwortung für die Gegenwart und Zukunft. Dafür danke ich ihnen sehr herzlich., sagte Bezirksbürgermeister Andreas Geisel.
Der Förderverein begleitet seit seiner Gründung im Jahre 2003 intensiv die Arbeit der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen, u.a. die derzeit laufenden Umbau‑ und Erweiterungsarbeiten auf dem Areal.
Urteil gegen Ex-Stasi‑Oberst bestätigt
Geldstrafe wegen Verunglimpfung
eines DDR‑Widerstandskämpfers
Wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener hat das Berliner Landgericht den früheren Oberst des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) Wolfgang Schmidt zu einer Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt. Wie die Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen am Dienstag (26.03.) mitteilte, bestätigte das Gericht damit ein Urteil des Amtsgerichtes Berlin‑Tiergarten vom September 2012. Schmidt hatte auf der Internetseite des so genannten MfS‑Insiderkomitees das 1952 hingerichtete Mitglied der Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit (KgU) Johann Burianek als Banditen und Angehörigen einer terroristischen Vereinigung bezeichnet. Gedenkstättendirektor Hubertus Knabe hatte daraufhin Anzeige erstattet.
Schon das Amtsgericht Tiergarten hatte es 2012 als erwiesen betrachtet, dass der ehemalige Stasi‑Oberst mit seiner Veröffentlichung die Absicht verfolgt habe, das ehrrelevante Persönlichkeitsbild des Verstorbenen zu verfälschen. Insbesondere wies es Schmidts Behauptung zurück, bei der DDR habe es sich nicht um einen Unrechtsstaat gehandelt. Aufgrund des gegenwärtigen Standes der Geschichtsforschung und der rechtskräftigen Verurteilung führender Persönlichkeiten der ehemaligen DDR steht fest, dass es sich bei der ehemaligen DDR um eine Gewalt‑ oder Willkürherrschaft gehandelt hat, hieß es damals in dem Urteil.
Vor dem Berliner Landgericht zeigte sich Schmidt weiterhin uneinsichtig. Einen Terroristen kann man mit der Bezeichnung Terrorist oder der meiner Ansicht nach dagegen harmlosen Bezeichnung Bandit nicht verunglimpfen, erklärte er laut seiner Internetseite in seinem Schlusswort. Dass das Berliner Landgericht Burianek 2005 rehabilitiert habe, sei eine empörende Entscheidung.
Knabe begrüßte hingegen das Urteil des Berliner Landgerichtes: Ich freue mich, dass die Justiz dem Geschichtsrevisionismus ehemaliger Stasi‑Mitarbeiter entgegentritt. Es kann nicht sein, dass die Täter ihre Opfer auch heute noch öffentlich herabwürdigen. Knabe hob hervor, dass dem Urteil grundsätzliche Bedeutung zukomme, da es die Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener (§ 189 Strafgesetzbuch) erstmals auch auf Opfer der SED‑Diktatur beziehe. Nach eigenen Angaben hat Schmidt gegen das Urteil Revision eingelegt. Bereits 2009 war er zu einer Geldstrafe von 2100 Euro verurteilt worden, weil er erklärt hatte, man könnte den Direktor der Gedenkstätte öffentlich und ungestraft als Volksverhetzer bezeichnen.
Geldstrafe wegen Verunglimpfung
eines DDR‑Widerstandskämpfers
Wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener hat das Berliner Landgericht den früheren Oberst des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) Wolfgang Schmidt zu einer Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt. Wie die Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen am Dienstag (26.03.) mitteilte, bestätigte das Gericht damit ein Urteil des Amtsgerichtes Berlin‑Tiergarten vom September 2012. Schmidt hatte auf der Internetseite des so genannten MfS‑Insiderkomitees das 1952 hingerichtete Mitglied der Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit (KgU) Johann Burianek als Banditen und Angehörigen einer terroristischen Vereinigung bezeichnet. Gedenkstättendirektor Hubertus Knabe hatte daraufhin Anzeige erstattet.
Schon das Amtsgericht Tiergarten hatte es 2012 als erwiesen betrachtet, dass der ehemalige Stasi‑Oberst mit seiner Veröffentlichung die Absicht verfolgt habe, das ehrrelevante Persönlichkeitsbild des Verstorbenen zu verfälschen. Insbesondere wies es Schmidts Behauptung zurück, bei der DDR habe es sich nicht um einen Unrechtsstaat gehandelt. Aufgrund des gegenwärtigen Standes der Geschichtsforschung und der rechtskräftigen Verurteilung führender Persönlichkeiten der ehemaligen DDR steht fest, dass es sich bei der ehemaligen DDR um eine Gewalt‑ oder Willkürherrschaft gehandelt hat, hieß es damals in dem Urteil.
Vor dem Berliner Landgericht zeigte sich Schmidt weiterhin uneinsichtig. Einen Terroristen kann man mit der Bezeichnung Terrorist oder der meiner Ansicht nach dagegen harmlosen Bezeichnung Bandit nicht verunglimpfen, erklärte er laut seiner Internetseite in seinem Schlusswort. Dass das Berliner Landgericht Burianek 2005 rehabilitiert habe, sei eine empörende Entscheidung.
Knabe begrüßte hingegen das Urteil des Berliner Landgerichtes: Ich freue mich, dass die Justiz dem Geschichtsrevisionismus ehemaliger Stasi‑Mitarbeiter entgegentritt. Es kann nicht sein, dass die Täter ihre Opfer auch heute noch öffentlich herabwürdigen. Knabe hob hervor, dass dem Urteil grundsätzliche Bedeutung zukomme, da es die Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener (§ 189 Strafgesetzbuch) erstmals auch auf Opfer der SED‑Diktatur beziehe. Nach eigenen Angaben hat Schmidt gegen das Urteil Revision eingelegt. Bereits 2009 war er zu einer Geldstrafe von 2100 Euro verurteilt worden, weil er erklärt hatte, man könnte den Direktor der Gedenkstätte öffentlich und ungestraft als Volksverhetzer bezeichnen.
Veranstaltungs‑ und Ausstellungshinweise
Gerulf Pannach ‑ Zum 65. Geburtstag und 15. Todestag
Filmvorführung und Gespräch
Sächsische Landesvertretung beim Bund
Brüderstraße 11, 10178 Berlin
28. Mai 2013, 19 Uhr
Gerulf Pannach war ein legendärer Liedermacher in der DDR, der eng mit der populären Rockgruppe Klaus Renft Combo zusammenarbeitete. Wegen seiner kritischen Texte bekam er 1974 Auftrittsverbot. Im November 1976 wurde er verhaftet, weil er gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermanns protestiert hatte. Nach neun Monaten Stasi‑Haft in Berlin‑Hohenschönhausen wurde er nach West‑Berlin abgeschoben. Mit nur 49 Jahren starb Pannach am 3. Mai 1998 an Krebs ‑ wie manche meinen, als Spätfolge seiner Haft.
Am 24. Juni 2013 wäre Gerulf Pannach 65 Jahre alt geworden, Anlass genug, um mit ehemaligen Weggefährten an einen bedeutenden Musiker und Dichter der DDR zu erinnern.
PROGRAMM
Begrüßung
Staatssekretär Erhard Weimann
Bevollmächtigter des Freistaates Sachsen beim Bund
Dr. Hubertus Knabe
Direktor der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen
Gerulf Pannach in Filmausschnitten des ZDF
Einführung Christhard Läpple
Leiter a.D. des ZDF‑Magazins Aspekte
Lesung und Gespräch
Christian Kuno Kunert
Musikalischer Partner und Freund von Gerulf Pannach
Salli Sallmann
Literaturredakteur des Rundfunks Berlin‑Brandenburg und Herausgeber des Buches Als ich wie ein Vogel war. Gerulf Pannach: Die Texte
Anmeldung erbeten bis zum 23.05.2013 unter:
Telefon: 030 / 98 60 82‑413
a.kockisch@stiftung‑hsh.de
(Bitte beachten Sie die Veranstaltungshinweise auf der Website der Gedenkstätte.) Kontakt: www.stiftung-hsh.de
Ausstellung zum 50. Jahrestag des Mauerbaus:
Im Tigerkäfig der Stasi
Bilder und Zeichnungen von Gino Kuhn, Mitglied des Fördervereins, zum Thema DDR‑Haft sowie Bau und Fall der Berliner Mauer.
Der Künstler schreibt zu seinen Werken: Meine Bilder sollen ein Mahnmal sein ‑ von dauerhaft‑zeitlosem Rang ‑ und wiedergeben, welchen entwürdigenden Haftbedingungen und Demütigungen aller Art die politischen Gefangenen in der ehem. DDR‑Diktatur ausgeliefert waren. Für Freiheit und Demokratie mussten viele ihr Leben lassen. Das Erlebte soll in eine breite Öffentlichkeit gestellt werden. Auch wird an das Frauen‑Zuchthaus Hoheneck erinnert.
Mit der Ausstellung soll ein Beitrag zur Aufklärung geleistet werden. Mein Werk wendet sich vor allem an die Jugend. Als aktiver Zeitzeuge möchte ich der Jugend nahe bringen, dass Sie nicht in die Falle rechts‑ und linksextremer Ideologien tappen soll. Gleichzeitig soll die Präsentation zu gegenseitigem Respekt und Toleranz anregen sowie zur Versöhnung beitragen.
Die Ausstellung wurde seit 2011 bereits präsentiert in Potsdam, Cottbus, Pforzheim, Kiel, Hannover, Schwerin, Berlin - Konrad‑Adenauer‑Stiftung, Wiesbaden und Erfurt.
Weitere Präsentationen, auf die wir hier hinweisen, folgen:
17. Juni ‑ Juli 2013 : Kulturzentrum PYRAMIDE in Berlin‑Mazahn (Stiftung Aufarbeitung, Deutsches Historisches Museum ‑ DHM)
August/Sept ‑ Okt. 2013 : Deutsche Gesellschaft : Berlin am Potsdamer Platz
Nov./Dez ‑ Januar 2014 : Landtag Thüringens in Erfurt
Bericht von der Ausstellungseröffnung in Berlin:
"Ich wusste, das konnte nicht alles sein"
Im Informationszentrum der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen informiert die Ausstellung Inhaftiert in Hohenschönhausen, Zeugnisse politischer Verfolgung 1945‑1989 über die Geschichte der ehemaligen Stasi‑Untersuchungshaftanstalt. Ausgestellt werden Gegenstände aus dem Gefängnisalltag in der DDR, aber auch seltene Zeugnisse des Widerstandes von politischen Häftlingen.
Die Foto‑Ausstellung Zeit meines Lebens ist ständig in der Gedenkstätte zu sehen. Sie zeigt Porträts ehemaliger Häftlinge aus Berlin‑Hohenschönhausen.
Dauerhaft gezeigt wird auch die Ausstellung Die Kinder von Hoheneck, Kindesentzug und Zwangsadoptionen in der DDR, die sich insbesondere mit dem Schicksal von Kindern beschäftigt, die im DDR‑Frauengefängnis Hoheneck geboren wurden.
Im Jahr 2013 wird eine zentrale Dauerausstellung über den Haftort Hohenschönhausen und das System politischer Verfolgung in der DDR informieren. Zu diesem Zweck wird eine ehemalige Lagerhalle des DDR‑Staatssicherheitsdienstes zur Ausstellungsfläche umgebaut. Für Umbau und Gestaltung der Ausstellung zeichnet das renommierte Architektenbüro HG MERZ verantwortlich. Seit 2009 arbeitete eine Projektgruppe an der Konzeption der Ausstellung und recherchierte nach Exponaten. Die Umbaukosten in Höhe von insgesamt 16 Mio. Euro tragen der Bund und das Land Berlin zu gleichen Teilen.
Im August 2011 wurde mit dem Bau begonnen. Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz, Ingeborg Berggreen‑Merkel, Abteilungsleiterin beim Bundeskulturbeauftragten, und Gedenkstättendirektor Hubertus Knabe rissen symbolisch eine Mauer ein, um Platz für die neue Dauerausstellung zu schaffen. Am 15. Mai 2012 fand mit denselben Akteuren das Richtfest statt.
Es wird in der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen eine größere Ausstellungsfläche entstehen. Darüber hinaus werden ein modernes Besucherzentrum, neue Veranstaltungs‑ und Seminarräume, ein Buchladen und ein Café geschaffen. Obwohl während der Bauzeit Teile der Gedenkstättenverwaltung ausgelagert werden mussten, geht der Besucherbetrieb unverändert weiter.
Im Verlauf des Monats Juni 2013 soll die Dauerausstellung voraussichtlich eröffnet werden.
Gerulf Pannach ‑ Zum 65. Geburtstag und 15. Todestag
Filmvorführung und Gespräch
Sächsische Landesvertretung beim Bund
Brüderstraße 11, 10178 Berlin
28. Mai 2013, 19 Uhr
Gerulf Pannach war ein legendärer Liedermacher in der DDR, der eng mit der populären Rockgruppe Klaus Renft Combo zusammenarbeitete. Wegen seiner kritischen Texte bekam er 1974 Auftrittsverbot. Im November 1976 wurde er verhaftet, weil er gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermanns protestiert hatte. Nach neun Monaten Stasi‑Haft in Berlin‑Hohenschönhausen wurde er nach West‑Berlin abgeschoben. Mit nur 49 Jahren starb Pannach am 3. Mai 1998 an Krebs ‑ wie manche meinen, als Spätfolge seiner Haft.
Am 24. Juni 2013 wäre Gerulf Pannach 65 Jahre alt geworden, Anlass genug, um mit ehemaligen Weggefährten an einen bedeutenden Musiker und Dichter der DDR zu erinnern.
PROGRAMM
Begrüßung
Staatssekretär Erhard Weimann
Bevollmächtigter des Freistaates Sachsen beim Bund
Dr. Hubertus Knabe
Direktor der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen
Gerulf Pannach in Filmausschnitten des ZDF
Einführung Christhard Läpple
Leiter a.D. des ZDF‑Magazins Aspekte
Lesung und Gespräch
Christian Kuno Kunert
Musikalischer Partner und Freund von Gerulf Pannach
Salli Sallmann
Literaturredakteur des Rundfunks Berlin‑Brandenburg und Herausgeber des Buches Als ich wie ein Vogel war. Gerulf Pannach: Die Texte
Anmeldung erbeten bis zum 23.05.2013 unter:
Telefon: 030 / 98 60 82‑413
a.kockisch@stiftung‑hsh.de
(Bitte beachten Sie die Veranstaltungshinweise auf der Website der Gedenkstätte.) Kontakt: www.stiftung-hsh.de
Ausstellung zum 50. Jahrestag des Mauerbaus:
Im Tigerkäfig der Stasi
Bilder und Zeichnungen von Gino Kuhn, Mitglied des Fördervereins, zum Thema DDR‑Haft sowie Bau und Fall der Berliner Mauer.
Der Künstler schreibt zu seinen Werken: Meine Bilder sollen ein Mahnmal sein ‑ von dauerhaft‑zeitlosem Rang ‑ und wiedergeben, welchen entwürdigenden Haftbedingungen und Demütigungen aller Art die politischen Gefangenen in der ehem. DDR‑Diktatur ausgeliefert waren. Für Freiheit und Demokratie mussten viele ihr Leben lassen. Das Erlebte soll in eine breite Öffentlichkeit gestellt werden. Auch wird an das Frauen‑Zuchthaus Hoheneck erinnert.
Mit der Ausstellung soll ein Beitrag zur Aufklärung geleistet werden. Mein Werk wendet sich vor allem an die Jugend. Als aktiver Zeitzeuge möchte ich der Jugend nahe bringen, dass Sie nicht in die Falle rechts‑ und linksextremer Ideologien tappen soll. Gleichzeitig soll die Präsentation zu gegenseitigem Respekt und Toleranz anregen sowie zur Versöhnung beitragen.
Die Ausstellung wurde seit 2011 bereits präsentiert in Potsdam, Cottbus, Pforzheim, Kiel, Hannover, Schwerin, Berlin - Konrad‑Adenauer‑Stiftung, Wiesbaden und Erfurt.
Weitere Präsentationen, auf die wir hier hinweisen, folgen:
17. Juni ‑ Juli 2013 : Kulturzentrum PYRAMIDE in Berlin‑Mazahn (Stiftung Aufarbeitung, Deutsches Historisches Museum ‑ DHM)
August/Sept ‑ Okt. 2013 : Deutsche Gesellschaft : Berlin am Potsdamer Platz
Nov./Dez ‑ Januar 2014 : Landtag Thüringens in Erfurt
Bericht von der Ausstellungseröffnung in Berlin:
"Ich wusste, das konnte nicht alles sein"
Im Informationszentrum der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen informiert die Ausstellung Inhaftiert in Hohenschönhausen, Zeugnisse politischer Verfolgung 1945‑1989 über die Geschichte der ehemaligen Stasi‑Untersuchungshaftanstalt. Ausgestellt werden Gegenstände aus dem Gefängnisalltag in der DDR, aber auch seltene Zeugnisse des Widerstandes von politischen Häftlingen.
Die Foto‑Ausstellung Zeit meines Lebens ist ständig in der Gedenkstätte zu sehen. Sie zeigt Porträts ehemaliger Häftlinge aus Berlin‑Hohenschönhausen.
Dauerhaft gezeigt wird auch die Ausstellung Die Kinder von Hoheneck, Kindesentzug und Zwangsadoptionen in der DDR, die sich insbesondere mit dem Schicksal von Kindern beschäftigt, die im DDR‑Frauengefängnis Hoheneck geboren wurden.
Im Jahr 2013 wird eine zentrale Dauerausstellung über den Haftort Hohenschönhausen und das System politischer Verfolgung in der DDR informieren. Zu diesem Zweck wird eine ehemalige Lagerhalle des DDR‑Staatssicherheitsdienstes zur Ausstellungsfläche umgebaut. Für Umbau und Gestaltung der Ausstellung zeichnet das renommierte Architektenbüro HG MERZ verantwortlich. Seit 2009 arbeitete eine Projektgruppe an der Konzeption der Ausstellung und recherchierte nach Exponaten. Die Umbaukosten in Höhe von insgesamt 16 Mio. Euro tragen der Bund und das Land Berlin zu gleichen Teilen.
Im August 2011 wurde mit dem Bau begonnen. Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz, Ingeborg Berggreen‑Merkel, Abteilungsleiterin beim Bundeskulturbeauftragten, und Gedenkstättendirektor Hubertus Knabe rissen symbolisch eine Mauer ein, um Platz für die neue Dauerausstellung zu schaffen. Am 15. Mai 2012 fand mit denselben Akteuren das Richtfest statt.
Es wird in der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen eine größere Ausstellungsfläche entstehen. Darüber hinaus werden ein modernes Besucherzentrum, neue Veranstaltungs‑ und Seminarräume, ein Buchladen und ein Café geschaffen. Obwohl während der Bauzeit Teile der Gedenkstättenverwaltung ausgelagert werden mussten, geht der Besucherbetrieb unverändert weiter.
Im Verlauf des Monats Juni 2013 soll die Dauerausstellung voraussichtlich eröffnet werden.











