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Hans‑Eberhard Zahn

Im November 1953 besuchte der 25 jährige Psychologiestudent einen Kommilitonen in Ostberlin. Er hat für Ostberliner, die im Westen studieren, Geld für ihre Angehörigen mitgenommen. Die Stasi verhaftet ihn und wirft ihm „Agententätigkeit“ vor. Nach monatelanger Untersuchungshaft wird er 1953 wegen „friedensgefährdender Propaganda“ zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt. In dieser Zeit lernt er das Haftarbeitslager „X“ in Berlin‑Hohenschönhausen kennen.

Nach der Entlassung im November 1960 schließt er an der Freien Universität in Westberlin sein Psychologiestudium ab. Er forscht, lehrt und publiziert bis zum Ruhestand 1993 und engagiert sich hochschulpolitisch. 1983 ist er im Vorstand der 1970 gegründeten Notgemeinschaft für eine freie Universität (NofU) Berlin.

Hans‑Eberhard Zahn ist Ehrenvorsitzender des Bundes Freiheit der Wissenschaft, Sektion Berlin‑Brandenburg, Gründungsmitglied des Fördervereins der Gedenkstätte Hohenschönhausen sowie Besucherreferent.

Quelle: Archiv der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen


Es folgen zwei Texte als PDF‑Dateien, in denen Sie mehr erfahren können über das „Lager X“ und über die Haftbedingungen:

Lager X (pdf, 94 kb)

Haftbedingungen (pdf, 369kb)