Pressemitteilung vom 11.11.2016:
Früheres Stasi-Gefängnis wird saniert
Bund fördert Baumaßnahmen mit 4,4 Millionen Euro

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat am 10.11.2016 beschlossen, die ab 2017 geplanten Sanierungsarbeiten in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen mit 4,4 Millionen Euro zu unterstützen. Dabei soll vor allem der Innenbereich der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des DDR‑Staatssicherheitsdienstes denkmalgerecht saniert werden. Außerdem werden neue Seminarräume sowie Vermittlungsstationen im musealen Rundgang geschaffen. Nach Abschluss der Arbeiten Ende 2018 wird das gesamte Gefängnis barrierefrei zugänglich sein.
Gedenkstättendirektor Hubertus Knabe begrüßte am Freitag die Entscheidung des Haushaltsausschusses: „Ich freue mich sehr über die Unterstützung des Bundes beim weiteren Ausbau der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen. Namentlich den Abgeordneten Johannes Kahrs und Rüdiger Kruse danke ich für ihr persönliches Engagement, bei der Aufarbeitung der SED‑Diktatur nicht nachzulassen. Fast eine halbe Million Besucher pro Jahr werden von den Baumaßnahmen profitieren.”
Die geplanten Sanierungsarbeiten werden insgesamt 8,75 Millionen Euro kosten. Der Bund stellt 2017 zunächst 1,4 Millionen Euro zur Verfügung und ab 2018 weitere drei Millionen. Die anderen 4,4 Millionen Euro stellt das Land Berlin bereit. 2013 wurden in einem ersten Bauabschnitt bereits eine große Dauerausstellung sowie ein Besucherzentrum mit Cafeteria, Buchladen und Filmräumen realisiert.

(Bitte beachten Sie die Veranstaltungs‑ und Ausstellungshinweise auf der Website der Gedenkstätte.)
Kontakt: www.stiftung‑hsh.de