2008: Hohenschönhausen‑Preis erstmals verliehen, Ehrung geht an den Schriftsteller Joachim Walther

Nach umfangreichen Vorbereitungen hat der Förderverein im Juni 2007 einen Preis ausgelobt, um zur kritischen Auseinandersetzung mit der kommunistischen Diktatur anzuregen. Die Auszeichnung trägt den Namen „Hohenschönhausen‑Preis zur Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur”. Der Verein hat den mit 5000 Euro dotierten Preis erstmals 2008 vergeben.„
Der Schriftsteller Joachim Walther erhielt am 26. November 2008 den Hohenschönhausen‑Preis zur Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur erhalten. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung wurde zum ersten Mal durch den Förderverein Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen vergeben.

Nach Ansicht der vom Förderverein eingesetzten Jury hat der 1943 in Chemnitz geborene Preisträger in vorbildlicher Weise zur Aufarbeitung der SED‑Diktatur beigetragen. Nach dem Ende der DDR erforschte er in jahrelangen Recherchen die Durchdringung des DDR‑Literaturbetriebes durch den Staatssicherheitsdienst und legte dazu das grundlegende Werk „Sicherungsbereich Literatur” vor. Anschließend suchte er in mühseliger Arbeit nach literarischen Texten, die in der DDR nicht veröffentlicht werden konnten, und initiierte zusammen mit Ines Geipel das „Archiv unterdrückter Literatur in der DDR ‑ Die verschwiegene Bibliothek”.

Nach Ansicht der vom Förderverein eingesetzten Jury hat der 1943 in Chemnitz geborene Preisträger in vorbildlicher Weise zur Aufarbeitung der SED‑Diktatur beigetragen. Nach dem Ende der DDR erforschte er in jahrelangen Recherchen die Durchdringung des DDR‑Literaturbetriebes durch den Staatssicherheitsdienst und legte dazu das grundlegende Werk „Sicherungsbereich Literatur” vor. Anschließend suchte er in mühseliger Arbeit nach literarischen Texten, die in der DDR nicht veröffentlicht werden konnten, und initiierte zusammen mit Ines Geipel das „Archiv unterdrückter Literatur in der DDR ‑ Die verschwiegene Bibliothek”.

Erster HSH‑Preisträger Joachim Walther mit dem Vorsitzenden des Fördervereins,
Dr. Jörg Kürschner