2008: Mitgliedsbeiträge und Spenden für Förderprojekte

Die Arbeit der Gedenkstätte konnte auch im Jahre 2008 materiell gefördert werden. So unterstützte der Förderverein den Schülerwettbewerb „Zeugen des Unrechts ‑ Politische Gefangene nach 1945”. Den ersten Preis im Bereich der Sekundarstufe I erhielten Schüler vom John‑Lennon‑Gymnasium aus Berlin‑Mitte. Sie hatten eine ehemalige Jugendliche aus Ostdeutschland porträtiert, die mit dem DDR‑Staat in Konflikt geriet und deshalb verhaftet wurde.

Den ersten Preis im Bereich der Sekundarstufe II bekam die Schülerin Lisanne Wiegand (16), 12. Jahrgang vom Paulsen‑Gymnasium aus Berlin‑Steglitz. Sie hatte eine Frau aus der DDR beschrieben, deren Kind in West‑Berlin zu einer medizinischen Behandlung war, als 1961 die Mauer gebaut wurde. Wegen eines Fluchtversuches wurde die Mutter 1964 verhaftet.
Der erste Preis war jeweils mit 150 Euro dotiert und wurde vom Förderverein gestiftet.

Das Theater‑Projekt „Akte R”, das den Lebensweg eines politisch Inhaftierten in der DDR nachzeichnet, wurde mit 2.000 Euro gefördert. Der Förderverein hat die Entwicklung dieses Dramas finanziert, weil dieses Stück sich vor allem an Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren wendet.

Die Premiere wurde im Theater Strahl Berlin im November 2008 gefeiert. Auch in der Gedenkstätte fanden Vorstellungen statt.

Ende September 2008 trafen sich etwa 40 Schülerzeitungsredakteure in der Gedenkstätte zum bundesweiten Schülerwettbewerb „Freiheit wird selbständig”. Die Jungredakteure führten Zeitzeugeninterviews, recherchierten in Stasi‑Akten und „fahndeten” in der Umgebung des früheren Stasi‑Gefängnisses nach einstigen Tätern.
Dieser Wettbewerb wurde aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden mit 2.518,99 Euro vom Förderverein unterstützt.