Aktion des Fördervereins: Sein Stuhl ist leer ‑ Freiheit für Liu Xiaobo!

Als am 10. Dezember 2010 um 13:18 Uhr die Verleihung des Friedensnobelpreises an den chinesischen Bürgerrechtler Liu Xiaobo begann, blieb sein Stuhl leer. Die chinesischen Behörden ließen ihn nicht nach Oslo fahren. Seit drei Jahren sitzt Liu Xiaobo, von der Außenwelt isoliert, im Gefängnis.

Am Internationalen Tag der Menschenrechte, am 10. Dezember 2011 um 13.18 Uhr protestierten Menschenrechtler weltweit gegen die Inhaftierung des chinesischen Friedensnobelpreisträgers. Symbolisch wurden leere Stühle vor die chinesischen Botschaften gestellt. In Berlin beteiligte sich unter anderem Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller an der Aktion.

Initiiert wurde die Aktion vom Förderverein der Gedenkstätte im ehemaligen Stasi‑Gefängnis Berlin‑Hohenschönhausen. Dessen Vorsitzender Jörg Kürschner erklärte zur Begründung: „Wir wollen mit der Aktion deutlich machen, dass es auch heute noch Opfer kommunistischer Verfolgung gibt, für deren Freiheit wir uns einsetzen.”