Aktivitäten 2012

Im neunten Jahr nach Gründung des Fördervereins standen unverändert zwei Ziele im Vordergrund: die ideelle und materielle Förderung der Gedenkstätte sowie die Gewinnung neuer Mitglieder.
Das Gedenkstättengelände in Berlin‑Hohenschönhausen war im Jahr 2012 von regen Bautätigkeiten und Sperrungen gekennzeichnet. Lediglich das U‑Boot, das Gefängnis und der Vernehmertrakt sowie das Haftkrankenhaus und der Grotewohlexpress konnten von den Besuchern aufgesucht werden. Das renommierte Architekturbüro hg merz musste die Frage beantworten, wie man aus der ehemaligen Stasi‑Untersuchungshaftanstalt eine den modernen Maßstäben der Museumspädagogik gerecht werdende Einrichtung macht.
Bisher war in der Genslerstraße neben der Großküche aus NS‑Zeit alles durch Häftlinge gebaut worden, auch die Aufstockung des Hauptgebäudes. Nun wurden 16,3 Millionen Euro für den Umbau des Hauptgebäudes durch Bund und Land bereitgestellt.

Richtfest am 15. Mai 2012: “Baustelle” Gedenkstätte ‑ unsere Aufgabe!

Der Ort soll noch besser trotz steigender Besucherzahlen genutzt werden können, ohne die historische Funktion des Gefängnisses zu verändern. Die Authentizität des Ortes, die baulichen Relikte der Diktatur müssen erhalten bleiben. “Wir müssen unser Angebot ausweiten und verbessern, weil immer mehr Leute sich für diesen Unterdrückungsort interessieren. Das äußere Erscheinungsbild der Gedenkstätte wird sich aber durch den Umbau nicht verändern. Die Spuren des Leides bleiben ohne bauliche Überformung eindrücklich erhalten”, meint der Gedenkstättendirektor Dr. Hubertus Knabe.