Ausstellung „Gewalt hinter Gittern, Gefangenenmisshandlungen in der DDR”

Dem Förderverein Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen wurden zweckgebunden 3.000 Euro vom Deutschen Richterbund gespendet. Diese Mittel wurden der Ausstellung „Gewalt hinter Gittern,
Gefangenenmisshandlungen in der DDR” zur Verfügung gestellt, die in der der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen vom 15. Juni bis zum 27. August 2010 zu besichtigen war.
Die Ausstellung wurde von der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen zusammen mit der Gedenkstätte Bautzen konzipiert.
Sie dokumentiert erstmals die brutale Gewalt in DDR‑Gefängnissen, gibt Tätern und Opfern ein Gesicht ‑ und zeigt das Versagen des Rechtsstaates bei der Aufarbeitung.

Eröffnung der Ausstellung durch die Bundesjustizministerin, Frau Sabine Leutheusser‑Schnarrenberger im Juni 2010

Bei der Eröffnung der Ausstellung rief Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser‑Schnarrenberger dazu auf, die Erinnerung an die dunklen Seiten der DDR wachzuhalten. Gewalt gegen Gefangene sei im DDR‑Strafvollzug kein Exzess Einzelner, sondern Teil des politischen Systems. Angesichts der Totalüberwachung der Bürger, der Willkür der Sicherheitsbehörden, der Reduzierung des Menschen zum Objekt staatlichen Handelns und des Schießbefehls an der Mauer müsse klar sein, dass die DDR ein Unrechtsstaat war.