Dreimillionster Besucher im Ex‑Stasi‑Gefängnis Gedenkstätte ‑ kein Ort für Extremisten!

Am 13. September 2013 empfingen Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz und Gedenkstättendirektor Hubertus Knabe den dreimillionsten Besucher in der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen. Die Gedenkstätte verzeichnet seit Jahren stark steigende Besucherzahlen.
Während im Gründungsjahr 1994 insgesamt 3.000 Menschen das ehemalige Stasi‑Gefängnis besichtigten, waren es im vergangenen Jahr 354.000. Wegen des starken Interesses ausländischer Besucher hat die Gedenkstätte das Angebot an englischen Führungen weiter ausgebaut.

Einige Wochen vorher hatten die Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen und Mitglieder des Fördervereins gegen eine Demonstration der NPD vor dem ehemaligen Stasi‑Gefängnis protestiert. Es verletzt die Würde der Opfer, wenn Extremisten ausgerechnet hier einen Aufmarsch veranstalten. Die Botschaft dieses Ortes lautet: Nie wieder Extremismus und Diktatur. Die Gedenkstätte dürfe deshalb nicht für politische Kundgebungen durch Extremisten egal welcher Art missbraucht werden.
Anders als bei Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus bietet das Versammlungsrecht keine Möglichkeit, Kundgebungen an Gedenkorten für die Opfer der SED‑Diktatur zu verbieten.