Eröffnung der Dauerausstellung: Gefangen in Hohenschönhausen

Das Jahr 2013 brachte für die Gedenkstätte in Hohenschönhausen große Veränderungen. Im Hauptgebäude entstanden Räume für eine neue Dauerausstellung, in den Garagen Veranstaltungs‑ und Seminarräume sowie ein Besucherzentrum mit Buchladen und Cafe. Mit der Einweihung der Dauerausstellung wurde das Angebot für die Besucher erweitert. Erstmalig können Besucher ohne eine Führung durch ehemalige Häftlinge das Gelände der Gedenkstätte betreten.

Eröffnung der Dauerausstellung:
Gefangen in Hohenschönhausen ‑
Zeugnisse politischer Verfolgung 1945‑1989

Von 1945 bis 1989 befand sich im Berliner Stadtteil Hohenschönhausen ein streng geheimes Sperrgebiet. Über 40 000 Menschen saßen dort während der kommunistischen Diktatur in Ostdeutschland in verschiedenen Lagern und Gefängnissen in Haft. Die neue Dauerausstellung erzählt erstmals ihre Geschichte und wer für ihr Leiden verantwortlich war.
Auf 700 Quadratmetern Fläche zeigt die Ausstellung rund 500 seltene Exponate, mehr als 300 historische Fotos und 100 Medienstationen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Erfahrungen der Opfer, die meist völlig unerwartet in die Maschinerie politischer Verfolgung gerieten. Ein eigener Ausstellungsbereich informiert über die Arbeits‑ und Lebenswelt der hier tätigen Stasi‑Mitarbeiter. Zum ersten Mal werden auch die Büros der früheren Gefängnisleitung gezeigt.

Überfüllung bei der feierliche Eröffnung der Dauerausstellung am 4. Oktober 2013