Mitglieder gewinnen

Die Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen hat 2012 einen neuen Besucherrekord verzeichnet. Etwa 351.000 Menschen besichtigten die ehemalige Untersuchungshaftanstalt der DDR‑Staatssicherheit, rund 10.000 Besucher mehr als 2011. Seit Gründung der Gedenkstätte 1994 hat die Zahl der Besucher damit ununterbrochen zugenommen. Insgesamt haben schon 2,6 Millionen Menschen das einstige zentrale Stasi‑Gefängnis besichtigt.
2012 kamen die meisten Besucher aus Nordrhein‑Westfalen (42.000), gefolgt von Bayern (39.000) und Baden‑Württemberg (35.000). Knapp die Hälfte der registrierten Besucher (162.000) waren Jugendliche, von denen etwa fünf Prozent an Seminaren und Projekttagen teilnahmen.
Besonders stark stieg die Zahl der ausländischen Gäste an ‑ um ein Viertel auf etwa 67.000 Personen. Spitzenreiter waren Dänemark (16.000), Norwegen (14.000) und die Niederlande (8.000). Auch unter den rund 68.000 Einzelbesuchern befanden sich zahlreiche Berlin‑Touristen. Demgegenüber kamen aus Berlin (16.000) und den neuen Bundesländern (12.000) jeweils 2.000 Besucher weniger als im Vorjahr.

Das von der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED‑Diktatur und der Stiftung Berliner Mauer getragene Koordinierende Zeitzeugenbüro (KZB) hat im Jahr 2012 mehr als 500 Gespräche von Zeitzeugen an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen organisiert.
Seit Start der Zeitzeugenvermittlung im Juni 2011 fanden mehr als 700 Veranstaltungen mit rund 35.000 Schülern statt. In dem an der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen angesiedelten Projekt sind 159 Personen aus allen Bundesländern verzeichnet. Über das Internetportal ddr-zeitzeuge.de e können Interessierte deutschlandweit nach Zeitzeugen recherchieren.

Die Zahl der Mitglieder im Fördervereinder Gedenkstätte stieg 2012 erneut, jedoch wie im Jahr zuvor abgeschwächt. Dem Förderverein gehören zum Jahresende 172 Mitglieder an.

In einer Zeit, die geprägt ist von allgemeiner Zurückhaltung gegenüber Beitritten zu Organisationen, werden alle Mitglieder dringend um Vorschläge gebeten, wie neue, auch jüngere Mitglieder gewonnen werden können.
Internetauftritt und das “Nachrichteninfo” für Mitglieder und Freunde des Fördervereins haben sich zu einer festen Einrichtung entwickelt, die auf eine erfreuliche Resonanz stoßen. Der Umfang des Mitteilungsblattes, das seit nunmehr sieben Jahren erscheint und das auch den Besuchern der Gedenkstätte auf Spendenbasis zur Verfügung gestellt wird, liegt inzwischen bei über 28 Seiten, Die Druckauflage liegt bei 700 Exemplaren, die elektronische Auflage bei etwqa 1.300 Exemplaren. Im Dezember 2012 hat die 25. Ausgabe die Druckerei verlassen, aufrgrund des Jubiläums in einer zu diesem Anlaß repräsentativ gestalteten Aufmachungg mit erweitertem Umfang. Bundeskanzler a.D. Helmut Kohl, Gründungsmitglied des Fördervereins, übersandte ein Grußwort

Ende Juni 2012 haben in Berlin etwa 15 Mitglieder während eines informellen Treffens die Vereinsarbeit erörtert. Diese im Sommer 2007 begonnene, zwanglose jährliche Form der Begegnung soll 2013 wiederholt werden.
Buchpräsentationen, Zeitzeugengespräche, Ausstellungseröffnungen, Theateraufführungen, Tagungen, Offene Türen etc. werden von Mitgliedern genutzt, um auf den Förderverein aufmerksam zu machen. Hierbei erweist sich auch der neu gestaltete “Flyer” über den Förderverein als hilfreich.

Protest vor der Russischen Botschaft

Lesung Bei Ling ‑ chinesischer Dissident

Der Blick richtet sich nicht nur auf die Vergangenheit, sondern berücksichtigt auch auf die Gegenwart. Menschenrechtsverletzungen in Russland und China wurden bei viel beachteten Aktionen demonstrativ angeprangert.
Der gezielte Kontakt zu Mitgliedern und Freunden des Fördervereins, die als Bundes‑ und Landespolitiker zu unseren Unterstützern zählen, wird von Gedenkstätte und Förderverein intensiv gepflegt. Derzeit gehören dem Förderverein 20 Mandatsträger an (MdB, MdA, MdL, BVV).