Theateraufführung in der Gedenkstätte

Der Ort des Geschehens: das Stasi‑Gefängnis Berlin‑Hohenschönhausen. Manfred Lenz wird 1972 mit seiner Frau Hannah und den beiden Kindern bei der Republikflucht gefasst. Es folgen Einzelhaft, Schikanen, endlose Verhöre durch den Staatssicherheitsdienst. Während Lenz sein Leben vor seinem inneren Auge vorbeiziehen lässt, nehmen seine Gedanken und Erinnerungen Gestalt an. Gegenstände in seiner kargen Zelle beginnen zu sprechen.

Zwischen den endlosen Vernehmungen entspinnt sich ein tragikomischer Dialog des Hauptdarstellers mit den Figuren aus seiner Vergangenheit.

Das Stück basiert auf dem autobiographischen Roman von Klaus Kordon, der 2003 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde. Die Umsetzung durch das Theater Drehbühne Berlin schafft tiefe Einblicke in die Methoden der Stasi und die unmenschlichen Haftbedingungen in Berlin‑Hohenschönhausen. Manfred Lenz übersteht die Zeit nicht zuletzt auch mit Hilfe seiner Phantasie. Er lässt in Gedanken und vor den Augen des Publikums Figuren aus seiner Vergangenheit lebendig werden. Angefangen bei seiner Kindheit im Nachkriegs‑Berlin der 40er Jahre über die Zeit des Mauerbaus bis hin zu den Frustrationen und Kuriositäten des Alltags in der DDR.