Verborgene Orte: Das Ost‑Berliner Polizeigefängnis

Aus Anlass des 17. Juni Führungen mit ehemaligen Inhaftierten
Die Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen bot erstmals Führungen durch das ehemalige Ost‑Berliner Polizeigefängnis in der Keibelstraße an. Damit wollte sie daran erinnern, dass das seit 1996 leer stehende Gefängnis ein wichtiger und bislang unzugänglicher Berliner Erinnerungsort ist. Auch während des Volksaufstands vom 17. Juni 1953 spielte das Gebäude eine bedeutende Rolle: Die Aufständischen versuchten damals vergeblich, das Polizeipräsidium zu besetzen und die politischen Gefangenen zu befreien. Nach der Niederschlagung des Aufstands waren hier viele Demonstranten in Haft. Zusammen mit ehemaligen Häftlingen setzt sich die Gedenkstätte dafür ein, dass das Gefängnis dauerhaft für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Der gezielte Kontakt zu Mitgliedern bzw. Freunden des Fördervereins, die als Bundes‑, Landes‑ und Kommunalpolitiker zu unseren Unterstützern zählen, wird vom Vorstand des Fördervereins zusammen mit der Leitung der Gedenkstätte intensiv gepflegt. Derzeit gehören dem Förderverein 10 Mandatsträger an (5 MdB, 1 MdA, 3 MdL, 1 BVV).
Der Vorstand dankt ausdrücklich allen Mitgliedern för ihr Engagement im zu Ende gehenden Jahr, das sich unterschiedlich ausdrückt; in Form von Spenden, in Form von Ratschlägen und in Form der Mitarbeit im „Nachrichteninfo”. Der Arbeitsaufwand ist 2015 erheblich gestiegen, nicht zuletzt aufgrund der Revision. Ungeachtet der erwähnten Einschränkungen hat der Vorstand gleichwohl zahlreiche Aufgaben bewältigt. Die Verleihung des Hohenschönhausen‑Preises bedeutet zweifellos für 2016 einen erhöhten Arbeitsaufwand. Die Handlungsfähigkeit des neuen Vorstands wird nur gewährleistet sein, wenn er seine Arbeit reorganisiert mit der zwangsläufigen Folge, dass die zeitliche Belastung der einzelnen Mitglieder zunimmt. Der neue Vorstand muss prüfen, ob er gemäß § 8 (3) 1 der Satzung von der Möglichkeit Gebrauch macht und zeitweise eine Honorarkraft einstellt.
Und zum Schluss eine erfreuliche Selbstverständlichkeit: Die Zusammenarbeit zwischen dem Vorstand des Fördervereins und der Gedenkstätte verlief weiterhin außerordentlich reibungslos und sehr vertrauensvoll. Diese Basis ist konstitutiv für unsere Arbeit.